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Städtisches Klinikum München unterstützt bundesweite Aktion: Münchner Medizinstudenten verarzten als „Teddyärzte“ rund 1.500 kranke Kuscheltiere

München, 6. Juni 2018. Anfang Juni hatte das eigens für die Aktion „Teddybärkrankenhaus“ gestaltete Krankenhaus im Pfarrsaal der Gemeinde St. Bonifaz für drei Tage geöffnet. Über 1.500 Kindergartenkinder verarzteten dort gemeinsam mit den ehrenamtlichen Organisatoren des Projekts, Medizinstudenten der LMU und TUM, ihre mitgebrachten Teddybären, Stofftiere und Puppen. Die städtischen Kinderkliniken Schwabing und Harlaching (beide ebenfalls akademische Lehrkrankenhäuser) unterstützen das Projekt in München. Prof. Stefan Burdach, Chefarzt der Kinderklinik Schwabing, übernimmt erneut die Schirmherrschaft und die Kinderkliniken in Schwabing und Harlaching spenden regelmäßig Behandlungsmaterial für die zahlreichen Patienten.

Röntgen und Rettungswägen: Buntes Programm in der Teddyklinik

Auf die Kinder wartete in diesem Jahr wieder ein buntes Programm, das Schirmherr Prof. Stefan Burdach am letzten Tag der Aktion in einem Rundgang selbst begleitete. „Es ist immer wieder eine Freude dabei zu sein, wenn die Teddyärzte den Kindern spielerisch und mit viel Einfühlungsvermögen und Fantasie die Angst vor der Patientensituation nehmen. Die Studentinnen und Studenten übernehmen so bereits während des Medizinstudiums Verantwortung für ihren späteren Beruf“, freut er sich über das Engagement. Spielerisch konnten sich die Kinder mit dem Ablauf beim Arzt oder im Krankenhaus vertraut machen, während sie ihr krankes oder verletztes Kuscheltier durch das Prozedere beim Arzt begleiteten: von der Aufnahme über das Warten im Wartezimmer bis zur Untersuchung, Diagnose und Behandlung. Ohne selbst Patient zu sein, lernten sie dabei auch Röntgen und Operationen kennen und konnten beim Verband anlegen helfen. Ein Highlight des Besuchs im Teddybärkrankenhaus waren auch zwei Rettungswägen, die ehrenamtliche Helfer des Bayerischen Roten Kreuzes den Kindern vorstellten. Die Zusammenarbeit mit Münchner Pharmazie- und Zahnmedizinstudierenden ermöglichte abschließend einen Besuch in der Apotheke sowie ein Routinecheck in der Zahnklinik.

Bundesweite Aktion nimmt Kindern die Angst vor Ärzten und Krankenhäusern

Die Idee zum Teddybärenkrankenhaus stammt ursprünglich aus Schweden und findet als Initiative der Bundesvertretung der Medizinstudierenden in Deutschland e.V. (BVMD) deutschlandweit an zahlreichen Universitäten statt. Ziel ist es, Kindern im Vorschulalter auf spielerische Art die Angst vor „Weißkitteln“ und der fremden Umgebung in Krankenhäusern und Arztpraxen zu nehmen. Dazu wird ein Krankenhaus simuliert, in dem Behandlungsräume und OP-Säle im Kleinen nachgebaut sind und die Patienten (= Kuscheltiere) zusammen mit ihren „Eltern“ (= Kindergartenkinder) durch die einzelnen Stationen geführt werden. Dazu werden die Kuscheltiere zunächst von den Kindern angemeldet. Nach einer kurzen Zeit im Wartezimmer wird jedes Kind einzeln von einem Medizinstudenten, dem zuständigen „Arzt“, aufgerufen und zum Untersuchungszimmer gebracht. Die Teddyärzte erfragen die „Krankengeschichte“ der Patienten (Stofftiere, Puppen). Je nach ausgedachtem Leiden des Kuscheltieres wird dieses vom Teddyarzt untersucht und „verarztet“. Während der Untersuchung werden die Studenten für das Kind verständlich erklären, was gemacht wird. Jeder Teddybär bekommt dazu einen persönlichen Teddyarzt zugewiesen und durchläuft zusammen mit den Teddyeltern den Parcours von Anmeldung über Untersuchungen bis hin zur Apotheke. Die Teddyärzte sorgen während des Aufenthalts für eine komplette Betreuung von Kuscheltier und Kind.